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Mein erster Besuch im Palast der Toten

Mit dem Tiefen Gewölbe wurde eine Art von Content versprochen, der von den bisherigen Dungeon-Erfahrungen in Final Fantasy 14 abweichen soll. Um diesen Versprechungen auf den Zahn zu fühlen, habe ich mich in den vergangenen Tagen ausführlich mit dem neuen Inhalt beschäftigt.

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Das Tiefe Gewölbe – der Palast der Toten

Seitdem ich vor einigen Monaten die erste Ankündigung zum Palast der Toten las, habe ich mich ganz Besonders auf dieses Feature gefreut. Nicht einmal ganz so sehr, weil ich unbedingt die dort erhältlichen Waffen ergattern wollte, sondern viel eher, weil ich mir eine neue Spielerfahrung davon erhoffte. Denn auch wenn die Entwickler mit jedem Contentpatch neue Dungeons ins Spiel implementierten, ähneln sich diese spielerisch doch sehr. Das Tiefe Gewölbe hingegen versprach Abwechslung vom gewohnten Schema.

Als Patch 3.35 am vergangenen Dienstag live ging, habe ich mich dann auch schon ohne großen Umweg direkt in diesen neuen Inhalt gestürzt. Nachdem die Vorquest abgeschlossen war, hatte ich die Qual der Wahl, ob ich mich der Herausforderung in einer zufällig zusammen gewürfelten oder einer festen Gruppe stellen wollte. Da die üblichen Verdächtigen gerade nicht zur Hand waren, entschied ich mich kurzerhand für die zufällige Anmeldung. Also schnell die Weißmagier-Klamotten angelegt und ab zu meiner ersten Runde im Palast der Toten.

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Die ersten der insgesamt 50 Stockwerke stellten sich als nicht besonders anspruchsvoll heraus und dienten wohl lediglich dazu, die Spieler mit den neuen Mechaniken vertraut zu machen. So beginnen alle Charaktere diesen Dungeon auf Stufe 1 und leveln während der Eroberung der einzelnen Stockwerke langsam auf. Deshalb ist es nicht unbedingt nötig, den gespielten Job bereits auf Stufe 60 zu besitzen. So können Einsteiger und Endgame-Spieler gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen und auch völlig neue Klassen ausprobieren.

Auch das normale Inventar steht nicht zur Verfügung. Stattdessen erhalten die Spieler unterschiedliche Buffs in Form von Urnen, die nach Belieben verwendet werden dürfen. Diese erhöhen beispielsweise den ausgeteilten Schaden, die Rüstungswerte, entfernen Fallen (ja, in diesem Dungeon gibt es Fallen, sogar jede Menge davon) oder verwandeln die Spieler in eines von zwei Monstern mit unterschiedlichen Fähigkeiten – das macht Spaß und bringt Abwechslung in die Runs. Gerade in den höheren Stockwerken, kann der richtige Einsatz der Buffs über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Waffen und Rüstungen werden während der Runs auch stetig aufgewertet. Diese Aufwertungen dürfen bei erneuten Anläufen behalten werden und dienen letztendlich dazu, sich die neuen Waffen der Itemstufe 235 zu erspielen. So oder so dürfte der Dungeon mit jedem Versuch schneller zu erledigen sein und sich ein klein wenig leichter anfühlen.

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Schmerzliche Niederlagen

Doch zurück zu meinem ersten Besuch: Kaum hatten wir uns ein wenig eingespielt, war der 10. Level auch bereits erreicht und unsere zufällig erstellte Gruppe wurde aufgelöst. Dies ist schade – meiner Meinung nach sollte Square Enix auch zufälligen Gruppen die Möglichkeit geben, weitere Stockwerke in der selben Konstellation zu betreten. Augenblicklich ist dies nämlich nur bei einer festen Startaufstellung möglich.

Siegestrunken vom seichten Schwierigkeitsgrad der ersten 10 Stockwerke, habe ich mich direkt erneut angemeldet und bin dabei an Mitspieler geraten, die wohl ebenso leicht durch den ersten Abschnitt gefegt sind. So kam es, wie es kommen musste: Wir haben die Herausforderung deutlich unterschätzt und sind schließlich über eine unglückliche Kombination aus Gegnergruppen und Fallen gestolpert. Was folgte, war das Ableben der gesamten Gruppe und die bittere Erkenntnis, dass dieser Content in den höheren Stockwerken wohl doch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

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Die nächsten Versuche wurden mit deutlich mehr Sorgfalt unternommen und so gelang es meinen Gruppen schließlich auch, den Palast der Toten komplett abzuschließen. Solange man einige einfache Regeln beachtet (keine silbernen Kisten öffnen, solange nicht alle Spieler volles Leben haben!), die Gegnerfähigkeiten nicht unterschätzt und die Buffs gut nutzt, stellt dieser Dungeon keine allzu große Herausforderung dar – soll er aber auch gar nicht.

Square Enix hat von Anfang an betont, dass der Palast der Toten dazu dient, neue Jobs und Klassen auszuprobieren und Einsteigern die Möglichkeit zu geben, mit Veteranen zusammen zu spielen. Gerade hier tut sich aber auch ein Problem dieses Konzeptes auf: Das Leveln im Tiefen Gewölbe geht so schnell vonstatten, dass gerade neue Spieler rasch mit der Vielzahl an Charakter-Fähigkeiten überfordert sein könnten. In Final Fanasy 14 erfordert jede Klasse das Verständnis spezieller Mechaniken, sowie den richtigen Einsatz von Fähigkeiten, die in so kurzer Zeit nur schwer zu erlernen sein dürften. Selbst erfahrene Spieler können leicht überfordert sein, wenn sie einen bisher unbekannten Job im Tiefen Gewölbe spielen. Es bleibt also fraglich, ob man diesen Lernprozess einer zufälligen Gruppe wirklich zumuten möchte.

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Mein erster Besuch im Tiefen Gewölbe – Fazit:

Neue Ideen sind nur selten auf Anhieb perfekt und auch das Tiefe Gewölbe stellt hier keine Ausnahme dar. Dennoch macht diese neue Art von Dungeon gerade in festen Gruppen schon jetzt eine Menge Spaß. Die vielseitigen Gegnertypen und Überraschungsangriffe stellen die Gruppe stets vor eine moderate Herausforderung und die verwendbaren Buffs bringen Abwechslung ins Geschehen.

So oder so würde ich mich zukünftig über mehr Content dieser Art freuen – mehr Abwechslung hat bekanntlich noch niemandem geschadet. Und wer mehr Herausforderung sucht, der kann das Tiefe Gewölbe auch gerne in einer kleineren Gruppe angehen – mit nur drei Spielern, zwei oder gleich ganz alleine. Dies dürfte aufgrund des knappen Zeitlimits aber nur selten zum Erfolg führen.

Hier gelangt ihr zurück zu meinem Blog Eorzea Tagebuch. Verschiedenste Tipps und Tricks zu Final Fantasy 14 findet ihr auf unserer großen Guide-Übersichtsseite. Natürlich bin ich auch auf eure Kommentare und Erlebnisse gespannt!

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