Final Fantasy XIV News

Sound Direktor Soken zum Orchestrion

Im offiziellen Forum von Final Fantasy 14 hat sich Sound Direktor Soken zu Wort gemeldet und ist dabei auf einige Kritikpunkte zum Orchestrion eingegangen.

ff 14 soken 1

Kritik am Orchestrion

Das Orchestrion wurde mit dem letzten großen Contentpatch 3.2 in Final Fantasy 14 implementiert und erlaubt es, die Musik in den Spielerhäusern zu ändern. Aufgrund der Tatsache, dass die Musikstücke vom Instrument ausgehen und nicht als allgemeine Hintergrundmusik zu hören (und damit nicht überall gleich laut) sind, steht das neue Feature in der Kritik vieler Spieler. Nun hat sich Sound Direktor Soken ausführlich zu Wort gemeldet und erklärt, weshalb man sich zu dieser Lösung entschieden hat und weshalb es so schwer fällt, die Musik als allgemein Hintergrundmusik abzuspielen.

Square Enix Mitarbeiter'Soken zu Kritik am Orchestrion (Quelle)

Hallo alle zusammen!

Ich bin’s Sound Director Masayoshi Soken.

Erstmal möchte ich euch für das wertvolle Feedback, was wir von euch zum Orchestrion erhalten haben, herzlich bedanken.

Erlaubt mir gleich in Erklärungen zu dem Orchestrion einzutauchen. Anders als die Hintergrundmusik, die ihr im Spiel hört, nutzt das Orchestrion ein ganz anderes System, um Audiodaten abzuspielen. Um die Qualität der Musik, die das Orchestrion abspielt, auf ein Level, das ihr normalerweise hören möchtet, anzuheben, müssen wir einige drastische Verbesserungen am momentanen Soundtreiber und den Daten selbst vornehmen. Ich möchte mich entschuldigen, dass das etwas braucht das zu realisieren, aber wir arbeiten derzeit an Verbesserungen, also bitte wartet noch ein wenig länger!

Zudem haben wir Feedback erhalten, dass der 3D Audio-Effekt zu stark ausgeprägt war. Wir können an einigen Songs Anpassungen vornehmen, um das zu reparieren, und daran arbeiten wir auch gerade. Aber! Es ist eine ganze Menge an Daten, daher schaffen wir es vielleicht nicht bis zum nächsten Patch… Nein! Wir schaffen das!! Wir tun unser Bestes, um es fertig zu bekommen!!!

Für Interessierte an der Hintergrundstory, die technische Aspekte wie die aktuelle Version des Orchestrions eingerichtet wurde beleuchtet, habe auch einige detaillierte Erklärungen vorbereitet, die ihr im Folgenden lesen könnt.

Der Sound von FFXIV wird auf einem sehr komplizierten Sound System abgespielt. Um das Orchestrion implementieren zu können, konnten wir die Audiodateien nicht in der gleichen Art und Weise wie die normale Hintergrundmusik abspielen aufgrund von Größenbegrenzungen innerhalb des Systems. Also hatten wir die Wahl, das Orchestrion gar nicht zu implementieren, oder einige Aspekte des Systems herauszunehmen, damit wir es ins Spiel integrieren können. Wir haben uns für die zweite Option entschieden. Der Grund, warum die Musik mit 3D richtungsorientiertem Ton abgespielt wird, ist nicht, weil wir das so implementieren wollten, sondern, weil das die beste Lösung für die bestmöglichste Tonqualität unter den gegebenen Systemeinschränkungen war.

Anders gesagt, einer der Aspekte, auf die wir für die Implementierung des Orchestrions verzichten mussten, war der, den sich jetzt jeder wünscht: die gleiche Musikqualität überall im Haus.

Lasst mich ein bisschen erklären, warum wir das so implementieren mussten.

Es gibt viele verschiedene Lieder im Spiel, und damit die Musik sofort wechseln konnte und von vielen Spielern gleichzeitig angehört werden kann, mussten wir die Größe der Musikdateien verkleinern. Genaugenommen mussten wir die Daten jedes Stückes auf etwa 1/50 eines Stücks in CD-Qualität schrumpfen, um es implementieren zu können. Das ist ungefähr so, als wollten wir ein Stück von fünf Minuten abspielen, aber haben nur Platz für sechs Sekunden.

Es gibt drei Möglichkeiten, das Datenvolumen eines Musikstücks zu verringern:

Einen Codec mit großer Kompressionsrate verwenden

Die Sampling-Rate reduzieren

Die Kanäle entfernen

Die erste Option haben wir bereits für jede Sound-Datei verwendet, die seit der Veröffentlichung von FFXIV implementiert wurde, also mussten wir hier die zweite und dritte Option anwenden. Die Qualität der Stücke wurde reduziert und die Anzahl der Kanäle von Stereo auf Mono reduziert. Ehrlich gesagt fühle ich mich als Sound Director dabei schlecht, Hintergrundmusik in dieser Qualität abzuliefern, also habe ich überlegt, was ich tun könnte, um doch eine höhere Qualität bei der Implementierung gewährleisten zu können. Die Idee war dann die 3D Richtungsorientierung, mit der man den Ton von einem der Möbelstücke ausgehend hören würde. Vom Standpunkt der Daten ausgehend, war das die einzige Methode, die wir implementieren konnten, um die Qualität der Stücke einigermaßen beibehalten zu können.

Daher nutzt das System eine Funktion, sodass die Musik von einem Möbelstück gespielt wird. Wir haben uns dafür entschieden, damit die Stücke gespielt werden können, auch wenn die Qualität in Mono und so niedrig wie möglich gehalten werden muss. So konnten wir die 47 Stücke zur Veröffentlichung implementieren. Jetzt kennt ihr die Hintergründe des Orchestrions ein bisschen.

Die Details zu den drastischen Verbesserungen am Audiotreiber und den Daten, die ich zu Beginn erwähnt habe, sind sehr viel komplizierter. Darauf komme ich ein andermal zurück.

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