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Weibliche Spieler – nackte Haut – Pläne für die Zukunft: Naoki Yoshida im Interview mit Game Focus

Vor wenigen Tagen gab Produzent Naoki Yoshida der koreanischen Website Game Focus ein ausführliches Interview zu Final Fantasy 14 und MMOs im Allgemeinen. Hier haben wir die wichtigsten Aussagen für euch zusammen gefasst.

Final Fantasy 14 Produzent und Direktor Naoki Yoshida

Produzent und Direktor Naoki Yoshida im Interview

Naoki Yoshida hatte viele interessante Informationen und persönliche Sichtweisen für die Kollegen der Seite Game Focus parat. Das Gespräch drehte sich dabei um MMOs im Allgemeinen, aber selbstverständlich auch um Final Fantasy 14. Dabei ist zu beachten, dass viele der Aussagen sich speziell auf den koreanischen Markt beziehen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Aussagen des Interviews für euch zusammen gefasst.

Sind MMOs tot?

  • „MMOs sterben“ ist eine häufige Aussage unter den westlichen Spielern.
  • Es gibt nicht viele Unternehmen, die neue MMOs produzieren würden.
  • Normalerweise werden Spiele nach der Investition von Geldgebern entwickelt. Da MMOs jedoch ein hohes Risiko darstellen, finden sich nicht viele Investoren für dieses Genre.
  • MMOs können heutzutage nicht erfolgreich sein, es sei denn, sie sind extrem umfangreich.
  • Es gibt Unternehmen, die MMOs produzieren wollen, jedoch nicht das nötige Geld dafür haben. Und wenn sie damit beginnen wollen, bekommen sie von den Investoren gesagt, ein Spiel in einem anderen Genre zu produzieren.
  • Wir sind aktuell in einer Phase, in der man kein MMO produzieren kann, selbst wenn man es will.
  • Yoshidas persönliche Meinung ist, dass MMOs nicht wirklich tot sind, jedoch eine lange Pause haben.
  • Seiner Meinung nach wird es noch 10-15 Jahre dauern, bis sie wieder groß werden.
  • Yoshida ist nun 44 Jahre alt. Wenn er 60 ist, wird er kein schnelles, actionlastiges Spiel mehr machen können. Er sagt, ein MMO, das man genießen und in dem man entspannen kann, wäre dann genau das Richtige.
  • Yoshida sagt, dass Videospiele in seiner Generation deutlich normaler sind, als in der Generation davor. Er denkt, dass wenn er alt wird, Videospiele eine ganz natürliche Sache in unserer Gesellschaft sein werden.

Final Fantasy 14 – das MMO für Einsteiger

  • Wenn wir keine neue Generation von MMOs bekommen, sieht Yoshida das Genre zu einem Ende kommen.
  • In Südkorea gibt es eine Menge Spiele, die es ermöglichen, einen Charakter zu erstellen und von Anfang an eine große Palette vielseitiger Fähigkeiten zu verwenden. Dennoch sind solche Konzepte eine gewisse Hürde für Casual Gamer dar, deren Erfahrungen bisher bei Social Games lagen.
  • Final Fantasy 14 hat starke Charakteristika, jedoch ist es wichtig, auch Casual Games in die Planungen und Überlegungen mit einzubeziehen.
  • Die Entwickler verstehen, dass der Neubeginn in Final Fantasy 14 manchmal nicht immer Spaß macht. Allerdings fragen sie sich, ob es wirklich eine gute Idee wäre, von Anfang an komplizierte Mechaniken und Fähigkeiten einzubauen.
  • Koreanische Spiele müssen die Spieler einer neuen Generation mit einbeziehen. Das nicht zu tun, würde die Dinge nur noch komplizierter machen.
  • Es wird oft gesagt, das Final Fantasy 14 viele weibliche Spieler hat. Allerdings wurde es niemals speziell in Hinsicht auf diese Zielgruppe entwickelt.
  • Es gibt in Final Fantasy 14 nur nicht viele Elemente, die einen bitteren Beigeschmack bei weiblichen Spielern hinterlassen könnten.
  • Yoshida, der früher selbst einmal ein Core-Gamer war, hält nicht viel von Ausrüstung, die möglichst viel nackte Haut zeigt.
  • Der hohe Anteil männlicher Spieler im MMO-Genre allgemein sorge dafür, dass viele Entwickler denken, sie müssten nur viele (vermeintlich) erotische, weibliche Charaktere und schlüpfrige Kleidung einbauen, um diese männliche Spielergruppe anzusprechen.
  • Er glaubt, wenn weibliche Spieler diese Figuren und Kleidung sehen, manche von ihnen nur „Was zum Teufel ist das?“ denken.
  • Da Final Fantasy 14 über monatliche Gebühren finanziert wird, kommt es gut ohne ein System aus, bei dem zusätzliche super sexy Outfits kaufen kann.
  • Final Fantasy 14 hat derartige Elemente nicht und so kann es in dieser Hinsicht ohne Sorgen gespielt werden.
  • Man kann die Unterwäsche sehen, wenn man die Kleidung ablegt. Aber nach Analyse der Daten hat er herausgefunden, das weibliche Spieler das ohnehin nur sehr selten tun.
  • MMOs werden von vielen verschiedenen Spielergruppen unterschiedlichen Geschlechts und Alter gespielt und er hat das Gefühl, dass sie das Gegenteil tun müssen, als nur eine bestimmte Spielergruppe anzusprechen.

Gibt es irgend welche neuen Spiele, an denen Sie gerne arbeiten würden?

  • Yoshida arbeitet als Produzent und Direktor, aber er würde die Arbeit als Produzent gerne so schnell wie möglich abgeben.
  • Wenn jemand anders die Arbeit als Produzent machen könnte, würde er sie sofort übergeben.
  • Beide Positionen zu haben, bedeutet nicht, das man doppelt so viel bezahlt wird.
  • Ein Problem ist, dass es niemanden gibt, der sagt „hey, ich würde gerne Produzent sein“. Er selbst hat mehr Motivation als sonst jemand für Final Fantasy 14.
  • Er denkt, da er der Motivierteste für diesen Posten ist, wird er vorerst weiter als Produzent arbeiten müssen.
  • Es gibt viele Spiele, die Produzenten oder Direktoren für Erweiterungen austauschen, aber es gibt noch sehr viel, was er für Final Fantasy 14 vor hat.
  • Natürlich gibt es Spieler die sagen „Yoshida sollte endlich aufhören“ (lacht).
  • Yoshida hat Ideen für vier weitere Spiele, die er gerne machen würde. Aber er wird sich das aufheben für eine Zeit, wenn er etwas älter ist.
  • Sein Lieblings-Charakter aus der Final Fantasy-Serie ist Sephiroth

Natürlich sind wir auch auf eure Meinung gespannt. Teilt sie uns in den Kommentaren mit!

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